Ein unterhaltsames Vorspiel

das nur sehr indirekt mit dem Roman zu tun hat, in dem aber immerhin der Chaschperli vorkommt.

TO BE PLAYED AT MAXIMUM VOLUME

Chaschperli und der superdesaströsverheerendtödliche Meteor

Professor Gugger sitzt auf den Stufen, die zu seiner Sternwarte führen. Immer wieder schüttelt er den Kopf und seufzt.

Auftritt Chaschperli
Das ist ja ein himmeltraurigstes Bild, ein Sternenforscher, der auf den Boden starrt und die eigenen Fussspitzen anseufzt. Jesses, was ist denn los, waseliwaswas?

Professor Gugger schaut müde auf.
Chaschper?

Chaschperli, etwas albern
Genau derselbigste, tra tra trallala und fidirallala und juheirassa und bla bla bla, sprudelt der Chaschper so aufgedreht, wie er noch kann, schliesslich ist er das seinem Ruf schuldig.

Professor Gugger
Ach, Chaschper. Es ist auch zu traurig. Die Welt geht unter.

Chaschperli
Oh je! Dass es auf der Welt drunter und drüber geht, das weiss ich ja. Aber dass die Welt untergeht. Ohjemine! Ist die gegen einen Eisberg gefahren? Hat sie ihre Schwimmflügeli verloren?

Professor Gugger
Chaschper, Chaschper, wenn’s so einfach wäre.

Chaschperli
Ja, manchmal ist es einfach kompliziert, gell, Professor.

Professor Gugger
Nein, Chaschper, diesmal ist es einfach nur schrecklich. Ein Meteor rast auf die Erde zu, eben habe ich ihn durch mein Teleskop gesehen. Und niemand kann etwas dagegen machen. Das ist der Weltuntergang.

Polizist Knill tritt auf

Chaschperli
Oha, der Wachtmeister Knall, äh, Knill, der hört nicht mehr alles, aber viel.

Polizist Knill
Ja, und was höre ich da? Weltuntergang? Weltuntergang, das ist doch verboten! Dieser Meteor, wenn ich den erwische, der kommt ins Chefig.

Professor Gugger
So leicht wird der nicht zu erwischen sein, fürchte ich. Im Weltall, mit einer Geschwindigkeit von 10᾽000 Kilometer pro Sekunde.

Polizist Knill
Aber das ist doch allerhand, 10᾽000 Kilometer pro Sekunde! Also, also ich kenn die Höchstgeschwindigkeiten im Weltall ja nicht grad auswendig so genau, aber irgendeine Geschwindigkeitslimite wird es dort schon geben. Das Weltall liegt ja schliesslich nicht in Deutschland, soviel ich weiss.

Professor Gugger
Da haben Sie ganz recht, Wachtmeister Knill. Das Weltall liegt nicht in Deutschland. Es liegt viel, viel weiter weg. So weit, dass da keiner hinkommt. Drum kann niemand diesen Meteor aufhalten.

Chaschperli
Was was waseliwas, dann hat dieser Sürmel-Meteor nicht mit dem Chaschper gerechnet! Der Chaschper saust ins Weltall trallala und fidirallala und juheirassa und bla bla bla und dann wollen wir diesem Meteor gehörig die Sappe versulzen, die Sulze versappen, die Salze versuppen!

Professor Gugger
Hui Chaschper, wie willst du das denn machen.

Chaschperli
Lassen Sie das nur meine Sorge sein, Professor. Ich lass mir schon was einfallen. Üben Sie schon mal wieder das Lächeln, der Weltuntergang muss sich noch etwas gedulden.

Professor Gugger
Ganz so einfach ist es aber nicht. Wie willst du denn bis ins Weltall kommen, und wie willst du denn dort atmen?

Chaschperli
Ja, da haben Sie recht, Professor. Nicht mal meine Nase ist lang genug, dass ich mit dem Nasenspitz hier auf der Erde noch atmen könnte, wenn ich mit den Füssen schon auf dem Lumpenmeteor stehe.
Hmm, hmm. Jetzt hab ich’s. Ich steck mir mein leeres Goldfischglas über den Kopf, das Urgroseli Buumä büezt mir einen prima Weltraumanzug. Dann stell ich mein Trampolin vor die Sternwarte, springe vom obersten Spitz auf’s Trampolin und schwuppsdiwibbeldiwutz sause ich in den Himmel und ins Weltall.

Polizist Knill
Ja, der Chaschper hat wieder die tollsten Ideen. Ich sperr gleich mal alles ab um die Sternwarte.

Vorhang

Polizist Knill tritt an die Rampe.
Aber ohweh, jemand hat genau in dem Moment, als der Chaschper vom höchsten Spitz der Sternwarte runtergehüpft ist, das Trampolin weggezogen. Tätschbumm. Das ist natürlich keine schöne Sache. Vor allem weil ein Trampolin wegziehen, wenn der Chaschper vom obersten Sternwartenspitz runterspringt, das ist selbstverständlich strengstens verboten. Jetzt hat der Chaschper einen gebrochenen Nasenspitz und eine gewaltige Beule an seinem Holzöpfel. Das Goldfischglas ist natürlich auch verscherbelet. Mit der Rettung der Welt ist es also nichts geworden. Und als Polizist stellt man sich da schon gewisse Fragen. Erstens: Wer hat meine Absperrung verbotenerweise missachtet? Und zweitens: Wer könnte ein Interesse an einem Weltuntergang haben?

Polizist Knill ab
Ende des unterhaltsamen Vorspiels

4 Kommentare zu „Ein unterhaltsames Vorspiel

Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: